Wilson Carbon Force


Wer schon länger Padel spielt, kommt an Wilson nicht vorbei. Während die "Bela"-Serie für brachiale Gewalt steht, ist die Carbon-Force-Reihe seit Jahren der Inbegriff für Spielbarkeit und Komfort.
Ich habe mir den Wilson Carbon Force für euch genauer angesehen. Ist er wirklich die eierlegende Wollmilchsau für die Vereinsmeisterschaft?
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Sehr fehlerverzeihender Sweetspot
- Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Hochwertige Carbon-Oberfläche
- Angenehmes, vibrationsarmes Spielgefühl
Nachteile
- Kein reines Power-Monster für Hard-Hitter
- Standard-Schlaufe statt abnehmbarem System
- Design sehr schlicht gehalten
Technische Daten
Der Wilson Carbon Force setzt auf bewährte Materialien und schlägt damit eine Brücke zwischen der oft zu weichen Einsteigerklasse und den oft zu harten Profi-Rackets. Hier sind die harten Fakten:
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Gewicht | 365 g (+/- 10 g) |
| Form | Tropfen (Teardrop) für perfekte Balance |
| Balance | Mittel (263 mm), sehr ausgewogen |
| Rahmenprofil | 38 mm (Standard) |
| Oberfläche | Carbon Fiber Face (Direktes Feedback & Robustheit) |
| Kern | Soft EVA Foam (Hoher Komfort und schneller Ball-Exit) |
| Struktur | Glatte Oberfläche mit Fokus auf Speed |
| Technologien | Sharp Hole Technology, Sublime Grip |
| Spielerlevel | Fortgeschrittene / Ambitionierte Freizeitspieler |
Handling
Das Erste, was mir beim Wilson Carbon Force aufgefallen ist, ist, dass er verdammt sicher in der Hand liegt.
Mit einer Balance von ca. 263 mm ist er weder kopflastig noch grifflastig.
Dadurch kann man in der Defensive an der Glaswand schnell reagieren, ohne dass das Handgelenk nach einer Stunde ermüdet.
Der verbaute Sublime Grip saugt Feuchtigkeit gut auf, was ein Detail ist, das man bei Wilson immer wieder schätzen lernt.
Wer einen Schläger sucht, der sich wie eine natürliche Verlängerung des Arms anfühlt, ist hier genau richtig.
Power
Obwohl der Carbon Force kein reiner Diamantschläger ist, bietet er dank seiner Carbon-Oberfläche eine überraschende Schlagkraft.
Wenn man den Ball beim Smash sauber trifft, sorgt das Material für eine ordentliche Beschleunigung.
Im Vergleich zum Adidas Metalbone 3.4 fehlt ihm vielleicht der letzte „Punch” für das Power-Spiel der Profis, aber für 90 % der Spieler reicht die Power völlig aus, um den Ball sicher aus dem Käfig zu befördern.
Sweetspot
Hier glänzt das Racket so richtig. Dank seiner Tropfenform und der Sharp-Hole-Technology verzeiht der Carbon Force auch unsaubere Treffer.
Während man bei härteren Profi-Rackets sofort einen „toten” Ball bekommt, wenn man nicht mittig trifft, schiebt der Wilson den Ball immer noch mit genug Energie übers Netz. Das gibt vor allem in stressigen Ballwechseln die nötige Sicherheit.
Preis-Leistung
Sprechen wir Klartext: Viele Top-Modelle kratzen heute an der 300-Euro-Marke. Der Wilson Carbon Force ist mit einem Preis von meist unter 200 Euro deutlich günstiger.
Dafür erhält man einen vollflächigen Carbon-Schläger, der in puncto Langlebigkeit und Spielgefühl viele teurere Modelle in den Schatten stellt. Für mich ist er einer der Preis-Leistungs-Sieger im aktuellen Sortiment der Wilson-Padelschläger.
Alternativen
Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob der Carbon Force der richtige Partner für dich ist, schau dir diese Alternativen an, die wir ebenfalls im großen Padelschläger Test unter die Lupe genommen haben:
| Modell | Form | Balance | Material | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| Nox ML10 Pro Cup | Rund | Niedrig | Glasfaser | Kontroll-Spieler |
| Adidas Adipower CTRL 3.3 | Rund | Mittel | Carbon | Ambitionierte Spieler, härter |
| Bullpadel Ionic CTRL | Rund | Niedrig | Carbon/Glasfaser | Allrounder, gute Power |
| Siux Electra ST3 Go | Hybrid | Mittel | Carbon/Glasfaser | Offensivere Alternative |




